Studienreisen


Ausbilderreise nach Valencia

Die Teilnehmer vertraten unterschiedliche Gewerke (Tischler, Maler, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Land- und Baumaschinenmechatroniker und KFZ-Mechatroniker). In der kurzen aber sehr intensiven Zeit hat die Gruppe einen Einblick in das spanische Bildungssystem, die Arbeitsprozesse in Handwerksbetrieben und die Organisation von Auslandsaufenthalten für deutsche Lehrlinge in Valencia bekommen.

Es wurden viele Betriebsbesuche durchgeführt, wo die Ausbilder aus Ostbrandenburg viele Fragen zu der aktuellen Auftragslage im Handwerk und den Arbeitsabläufen stellen konnten. Fazit? Es ist sehr interessant zu sehen, wie man den Arbeitsalltag im Ausland bestreitet.

Auch auf den verschiedenen Baustellen ist aufgefallen, dass die Spanier ganz andere Arbeitsmethoden anwenden, um die Kundenaufträge zu erfüllen. Ein Highlight unter den Betriebsbesuchen war auf jeden Fall Besichtigung eines Bootsbauers!

Ein weiterer sehr interessanter Höhepunkt der Ausbilderreise war das Kennenlernen des spanischen Bildungssystems.

Warum? Weil die Berufsschulen sehr eng mit den Regionen zusammenarbeiten. Die Lehrprogramme werden bis zu 50 % auf der regionalen Ebene gestaltet!

Die spanische Regierung bzw. das Kultusministerium hat es auf ein komplett einheitliches, flächendeckendes Bildungssystem verzichtet, da die Regionen aus wirtschaftlichen- und demographischen Gründen einen unterschiedlichen Fachkräftebedarf haben.

Um mehr von der Tätigkeit von deutschen Praktikanten im Ausland zu erfahren, besuchte die Delegation zwei Praktikumsbetriebe, wo ein Malerlehrling und ein Tischlergeselle ein berufliches Praktikum absolviert haben.

Ergebnis der Gespräche ? Traut Euch ins Ausland zu gehen! Lernt neue Arbeitsmethoden kennen! Stellt Euer Können unter Beweis und schaut über den Tellerrand!

Dieser Teil der Bildungsreise wurde durch einen kurzen Besuch bei einer Gastfamilie abgerundet, wo sich die Lehrmeister einen Überblick von Unterbringungsmöglichkeiten für die künftige Lehrlingsaustausche verschaffen konnten.

Die nächste Ausbilderreise findet im Oktober in Dublin statt. Die Teilnehmerplätze sind bereits vergeben!

Französische Handwerkskammer auf Tour in Ostbrandenburg

Freundschaftsbesuch: der Vorstand der Handwerkskammer Tarn besuchte anlässlich des Lehrlingsaustausches unseren Kammerbezirk und nahm unter anderem an einer Probe des Handwerkermännerchores in Bad Freienwalde teil.

Die Frankfurter Handwerkskammer koope­riert schon länger mit dem französischen Pendant aus Tarn. Deutsche Lehrlinge wer-den im Rahmen der Mobilitätsberatung nach Frank­reich entsendet und umgekehrt. So nutzte eine französische Vorstandsdelegation Ende März die Gelegenheit und besuchte unseren Kammerbezirk zur Halbzeit eines Lehrlingsaustausches. Zu sechst waren sie aus Südwestfrankreich angereist – vier Vor­standsmitglieder der französischen Kammer (Präsi­dent Jean-Louis Hormière, die zweite Vizepräsidentin Séverine Gil, Jean-Michel Camps und David Béziat) sowie Bäckerweltmeister des Jahres 2008, Alexandre Lopez, und der beste französische Jungbäcker 2018, Vincent Richard.

Um die Arbeit ihrer Lehrlinge zu begutachten, fuhren sie auf eine Baustelle unweit des Großen Müllroser Sees. Die drei jungen Franzosen, zwei Maurer- und ein Maurer-/Fliesenleger-/Trockenbaulehrling, zogen dort gerade eine Hauswand hoch. Neben Fachgesprächen mit dem mitgereisten französischen Maurer steckte Gastgeber und Bauunternehmer Ulrich Zimmer die Besucher mit der Begeisterung für sein Schaffen an.

Der Zeitplan der Delegation war eng getaktet. Am Vortag führte sie ihr Weg von Guben über Zechin nach Bad Freienwalde. In der Backstube der Fir­ma Dreißig waren die mitgereisten Bäcker ganz in ihrem Element. Weltmeister und Lehrling führten den Gastgebern und Gästen ihre Handwerkskunst vor. Gestärkt ging es weiter in das Korbmachermu­seum und die Backscheune in Buschdorf, der ersten Kulturerbestätte im Oderbruch. Und während des letzten Stopps in Bad Freienwalde trafen die Gäste den Handwerkermännerchor.

Ihren Aufenthalt kommentierte der Präsident aus Albi: „Unsere deutschen Freunde haben die Messlatte für uns sehr hoch gelegt.”

Wien – Österreich

Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) bot Handwerksbetrieben und deren Ausbildern die Möglichkeit an einem besonderen Programm teilzunehmen.

Das Projekt gemeinsam mit der IFA befasst sich mit der Qualitätssicherung in der Ausbildung, der Internationalisierung der dualen Ausbildung und der überbetrieblichen Ausbildung. Fünf Ausbilder aus Handwerksbetrieben im Kammerbezirk hatten die Möglichkeit mit zum Erfahrungsaustausch nach Wien zu reisen. Inhalt des Programms waren unter anderem die Berufsbildung in Österreich, ein Unternehmensbesuch mit Austausch zur Lehrlingsausbildung im Betrieb, ein Vortrag der Berufsinformation der Wiener Wirtschaft (BIWI), Besuche der Lehrwerkstätte des ÖBB und einer Berufsschule sowie der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Folgende Unternehmen waren mit dabei: Peter Bönisch und Steffen Bönisch GbR, Michael Hirt, Michael Schulze, Prodimex GmbH und HNE Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH).

Poitiers – Frankreich

Berufsbildung ohne Grenzen

Zum Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ fand jetzt ein erster Besuch der Kooperationspartner aus Frankreich in der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg statt. Die Vertreter aus Frankreich Agnieszka Litwinowicz, Mobilitätsberaterin Aquitaine Limousin-Poitou-Charentes, Andreas Gabriel, Nationalverband für Berufsbildung im Kfz-Gewerbe (ANFA )und Frédéric Bouyssi, stellvertretender Direktor des Bildungszentrums CFA de Mont de Marsan, führten Gespräche zum geplanten Lehrlingsaustausch mit Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und Michaela Schmidt, HWK-Abteilungsleiterin Berufsbildung sowie HWK-Mobilitätsberater Mateusz Krzyzanowski.

Geplant ist ein Auslandspraktikum für französische Jugendliche bei deutschen KFZ-Betrieben. Dazu fanden bei Betriebsbesuchen erste Gespräche mit Firmen in Frankfurt (Oder) statt. Den Fragen zur Ausbildung stellten sich die Geschäftsführer bzw. Ausbilder von AutoLand FF GmbH, Autohaus Bohlig GmbH, K & S Oder-Spree Autohandelsgesellschaft mbH und der Autohaus Minnich an der Oder GmbH. Neben einem Blick in die Werkstätten gab es einen regen Austausch zu den jeweiligen Gegebenheiten in Frankreich und Deutschland sowie allgemein zum Lehrberufsbild des KFZ-Mechatronikers.

Zum Abschluss der Kurzreise besichtigten die Teilnehmer noch die Berufsbildungsstätte der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg in Hennickendorf mit ihren modernen Werkstätten in den verschiedenen Fachbereichen, sprachen mit Ausbildern und schauten Lehrlingen bei der Arbeit über die Schulter. Die ersten Azubis aus Frankreich – zehn KFZ-Mechatroniker und zwei Karosseriebauer –  haben bereits ihr Interesse für ein zwei- bis dreiwöchiges Praktikum in Deutschland signalisiert. Sie wollen die Chance nutzen, hierdurch die Berufsausbildung in Deutschland live zu erleben, Land und Leute kennenzulernen sowie sprachliche Kompetenzen auszubauen.

Die Handwerkskammer freut sich auf weitere Bewerbungen von Lehrlingen aus Frankreich, um konkrete Vereinbarungen mit den Ausbildungsbetrieben zu treffen. Das zwei- bis dreiwöchige Praktikum startet voraussichtlich im Oktober 2017.

Besuch Poitiers in der HWK Ff. (O)

© hwk-ff.de

Bordeaux– Frankreich

Berufsbildung ohne Grenzen

Im Rahmen des europäischen Projektes “Berufsbildung ohne Grenzen” besuchten 18 französische studierende Lehrlinge sowie ein Wissenschaftler der Université de Bordeaux die Bildungsstätten Hennickendorf und Frankfurt. Sie nahmen die duale Ausbildung in Deutschland unter die französische Lupe. Im Autohaus Thomas Minnich GmbH & Go. KG und in der Bergland-Gruppe in Frankfurt sowie in der Berufsbildungsstätte in Hennickendorf hospitierten sie. Zudem nahmen sie Abläufe, Stundenpläne und den Werkstattunterricht der deutschen Lehrlinge im Erfolgsmodell “Duale Ausbildung” in Augenschein. “Die Deutschen legen noch mehr Wert und Augenmerk auf Qualität”, erzählte der 25-jährige Romain Bonne, der von der französischen Überseeinsel Réunion stammt und aktuell sein duales Studium im Service-Bereich einer Peugeot-Werkstatt in Bordeaux absolviert. Erasmus+ finanzierte die Studienreise.

Mateusz Krzyzanowski

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619 - 169
Telefax: 0335 56577 - 339

Mateusz.Krzyzanowski@hwk-ff.de