Ab in die Ferne – In Valencia Berufsausbildung ohne Grenzen erleben


Ist ein Auslandspraktikum das Richtige für mich? Schaffe ich es allein, viele Wochen von zu Hause weg, wie läuft`s mit der fremden Sprache, mit den unbekannten Kollegen, neuen Arbeitsabläufen? Fragen über Fragen, die sich junge Leute stellen, die ein paar Wochen oder Monate im Ausland arbeiten wollen. „Die meisten kehren mit sehr guten Eindrücken und jede Menge Lebenserfahrung zurück und viele wären gern länger geblieben“, weiß Mateusz Krzyzanowski, Mobilitätsberater bei der HWK.

Valencia, die spanische Stadt am Mittelmeer mit fast 800.000 Einwohnern ist nicht nur wegen ihrer Lage am Meer und des angenehmen Klimas eine Reise wert. Sehenswürdigkeiten en masse – vom supermodernen Stadion bis zum imposanten Wissenschaftsmuseum – gibt es dort zu entdecken. Doch Mateusz Krzyzanowski, besuchte die drittgrößte Stadt Spaniens nicht als Tourist, sondern um weitere Handwerksunternehmen, als Partner zu gewinnen, damit Lehrlinge auch zukünftig im Ausland Berufserfahrungen sammeln, neue Arbeitstechniken und andere Länder und Sitten kennenlernen… „Das war schon spannend“, berichtet er. “Vor allem dank des engagierten Partners Mobilitas MTP in Spanien konnte ich ganz unterschiedliche Handwerksbetriebe besuchen z. B. den Friseursalon DeSancho, die Tischlerei Quercus, die Bäckerei von Horno Rozalen, aber auch einen SHK- Betrieb, eine Autolackiererei und zwei Berufsschulen. Und das Tolle war, wir stießen auf sehr aufgeschlossene Handwerker, die gern – und oft nicht zum ersten Mal – deutsche Lehrlinge für ein Praktikum aufnehmen. Und ich traf auch deutsche Lehrlinge beim Praktikum, konnte sie nach ihren Erfahrungen fragen.”

Celina aus Aachen beispielsweise arbeitete für ein paar Wochen in einem Friseursalon, sehr selbstständig, was ihr besonders gut gefiel. Und sie konnte sich mit ihren spanischen Kolleginnen auf Englisch unterhalten, weil die meisten Jugendlichen englisch sprechen. Toll fand sie die Wochenenden, die sie am Meer verbrachte. Oder Fabio aus Kassel, der in einem SHK- Betrieb mit 90 Mitarbeitern beschäftigt war und auch in der WG, wo er mit zwei Spaniern wohnte, nur englisch sprach. Beide waren sehr angetan vom Praktikum, von Land und Leuten und können die Erfahrung jedem Lehrling empfehlen.

Handwerkslehrlinge, die ein Auslandspraktikum wagen wollen, können ab dem nächsten Jahr ein Praktikum in Valencia absolvieren (von drei Wochen bis zu mehreren Monaten). Sie bekommen sowohl finanzielle, als auch organisatorische Hilfe. In Italien, auf Malta und in Frankreich verlebten bereits Lehrlinge aus dem Kammerbezirk unvergessliche Praktikumswochen, mit Hilfe von Erasmus + und Unterstützung des Mobilitätsberaters Krzyzanowski, der nicht die Lehrlinge, sondern auch deren Ausbildungsbetriebe rund um das Auslandspraktikum berät und unterstützt.

Was die jungen Leute vor allem brauchten, sei Neugier, weiß Krzyzanowski und der Wunsch interessante Leute, Betriebe und andere Arbeitstechniken zu erleben. Und natürlich die Unterstützung des Ausbildungsbetriebes. Der profitiere in der Regel aber von einem selbstbewussteren und lebenserfahrenen Lehrling, der voller Energie und Tatendrang nach Hause zurückkehrt.

Mateusz Krzyzanowski

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619 - 169
Telefax: 0335 56577 - 339

Mateusz.Krzyzanowski@hwk-ff.de

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