Ausbildungsprämie verlängert und erweitert


Am 17. März 2021 hat die Bundesregierung das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ aus dem vergangenen Jahr verlängert und erweitert. Dabei treten die Regelungen in zwei Stufen in Kraft. Das Bundesprogramm richtet sich an kleinere und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigen die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen. Gefördert werden neben neuen auch bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse. Praktika sind hingegen von der Förderung ausgeschlossen.

Was ist nun neu? – Update März 2021

  • Ab 1. Juni 2021 sind auch Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigen antragsberechtigt.
  • Die bislang vorgesehenen Prämien und Zuschüsse für Ausbildungsbetriebe werden in unveränderter Höhe rückwirkend zum 16. Februar gewährt.
  • Ab dem  Juni 2021 gelten dann höhere Fördersätze. Neu aufgenommen wurden im Weiteren ein Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen, die trotz der Einschränkungen während des zweiten Lockdowns weiterhin ausgebildet haben, sowie ein Zuschuss zu den Kosten für externe Vorbereitungskurse auf die Abschlussprüfung.

Die Hilfen setzen voraus, dass ein Unternehmen in erheblichem Ausmaß von der Corona-Krise betroffen ist, wie z. B. durch Umsatzeinbußen oder Kurzarbeit. Welche Voraussetzungen jeweils erfüllt sein müssen, erfahren Sie im Abschnitt „Veränderungen im Überblick“ weiter unten auf dieser Seite.

Die Maßnahmen sind zeitlich befristet. Die Übernahmeprämie ist bis Ende 2021 verfügbar.

Ein wichtiger Fördergrundsatz: Pro Ausbildung wird nur eine Prämie gezahlt. Die einzelnen Maßnahmen sind weder kumulierbar noch kombinierbar mit anderen Bundes- und Landesprogrammen zur Sicherung von Ausbildungsplätzen.

Veränderungen im Überblick

  • Die Ausbildungsprämien für von der Corona-Krise betroffenen Betriebe, welche durch Neuabschlüsse von Lehrverträgen ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen, werden rückwirkend zum 16. Februar 2021 – zunächst in bisheriger Höhe – verlängert.
  • Für das neue Ausbildungsjahr werden zum 1. Juni 2021 die Prämien von 2.000 und 3.000 Euro auf 4.000 und 6.000 Euro verdoppelt. Damit werden zusätzliche Anreize für Ausbildungsbetriebe geschaffen.
  • Die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit während einer Ausbildung werden attraktiver: Künftig können auch Zuschüsse zur Vergütung der Ausbilderin oder des Ausbilders gezahlt werden. Wie bisher kann auch die Ausbildungsvergütung bezuschusst werden.
  • Mit einem neuen Sonderzuschuss werden Kleinstunternehmen erreicht, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern können pauschal 1.000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
  • Die Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro verdoppelt. Mit ihr wird künftig ,neben der Übernahme eines Auszubildenden aus einem Insolvenzfall, auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt.
  • Die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver. Die Mindestlaufzeit wird auf vier Wochen verkürzt, die Höhe der Förderung nach der Laufzeit bemessen. Insgesamt können bis zu 8.100 Euro gezahlt werden. Künftig kann auch der Stammausbildungsbetrieb statt des Interimsausbildungsbetriebs die Förderung erhalten. Für Interimsausbildungsbetriebe entfällt die Begrenzung auf bis zu 249 Mitarbeitende ersatzlos.

Für pandemiebetroffene Unternehmen können künftig die Kosten für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Auszubildende hälftig bezuschusst werden, maximal jedoch mit 500 Euro.

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

https://www.bmbf.de/de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern-13371.html

Die finanzielle Unterstützung müssen die Ausbildungsbetriebe bei der zuständigen Arbeitsagentur beantragen. Informationen zur Antragsstellung erhalten Sie unter:

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

Michaela Bergemann

Ausbildungsberaterin UM, BAR

Telefon: 03334 381 - 795 oder Mobil: 0151 57145814
Telefax: 0335 56577-371

michaela.bergemann@hwk-ff.de

Bennet Zimmermann

Ausbildungsberater - MOL, LOS

Telefon: 0335 5619 - 158
Telefax: 0335 56577 - 314

bennet.zimmermann@hwk-ff.de

Gunnar Schulz

Ausbildungsberater Frankfurt (Oder)

Telefon: 0335 5619 - 146
Telefax: 0335 56577 - 368

gunnar.schulz@hwk-ff.de

Stefanie Pense

Sekretariat

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