Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg bietet ihren Mitgliedsbetrieben und deren Lehrlingen die Gelegenheit ein Auslandspraktikum in Valencia  (Spanien) zu absolvieren!

Wie arbeitet ein Tischler oder eine Friseurin in Spanien? Welche fachliche Besonderheiten bzw. Unterschiede gibt es in spanischen Handwerksbetrieben? Wie sieht ein  Arbeitsalltag in Südspanien aus? Diese Fragen können Sie beantworten, wenn Sie sich als Lehrling für ein dreiwöchiges Auslandspraktikum in Valencia anmelden. Valencia, die spanische Stadt am Mittelmeer mit fast 800.000 Einwohnern ist nicht nur wegen ihrer Lage am Meer und des angenehmen Klimas eine Reise wert. Sehenswürdigkeiten en masse – vom supermodernen Stadion bis zur imposanten „ciudad de las Artes y las ciencias“ (Stadt der Künste und Wissenschaften) – gibt es dort zu entdecken. Der Aufenthalt in Spanien ermöglicht Ihnen über den Tellerrand zu schauen und den Horizont zu erweitern.

Sie können gerne Ihre Lehrlinge jederzeit für eine Einzelentsendung nach Spanien anmelden.

Wie erfolgt die Teilnahme an einem solchen Projekt und was man berücksichtigen muss, erfahren Sie direkt von Herrn Krzyzanowski

In den folgenden Berufen kann das Praktikum absolviert werden:

  • Elektroniker*in für Energie- und Gebäudetechnik
  • KFZ-Mechatroniker*in
  • Karosseriebauer*in
  • Bäcker*in
  • Konditor*in
  • Tischler*in
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger*in
  • Metallbauer*in
  • Maler- und Lackierer*in
  • Anlagenmechaniker*in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Maurer*in
  • Friseur*in

* weitere Berufe nach der Absprache mit dem Mobilitätsberater möglich

Betreuung:
Die Teilnehmer*innen werden vor Ort durch die Partnerorganisation MTP Mobilitas betreut.

Zielgruppe:
Lehrlinge und Junggesellen*innen (bis zu einem Jahr nach der Gesellenprüfung)

Dauer:
3 bis 4 Wochen

Unterkunft:
Die Lehrlinge werden in Wohngemeinschaften untergebracht.

Geförderte Kosten:
Organisation, Betreuung, Unterkunft, sowie der Vorbereitungskurs und die Versicherungen während des Aufenthaltes (Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung) werden zu 100% durch das Programm Erasmus+ abgedeckt. Jede*r Teilnehmer*in erhält ein Stipendium für Flugkosten in Höhe von ca. 275 €. Sollten die Flugkosten das Stipendium überschreiten, müssen die Mehrkosten durch die Teilnehmer getragen werden.

Eigenanteil:
Ein Betrag für die Verpflegung, kulturelles Programm und die Fahrkosten vor Ort muss von jedem*r Teilnehmer*in eingeplant werden (nähere Informationen bekommen Sie während der Erstberatung).

Mateusz Krzyzanowski

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619 - 169
Telefax: 0335 5619 - 117

Mateusz.Krzyzanowski@hwk-ff.de

Sie können uns Ihr Anliegen gern mit diesem Formular übermitteln. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass noch nicht zu jeder Fragestellung eine passgenaue Lösung zur Verfügung steht.

Unser Corona-Informationsportal unter https://www.hwk-ff.de/blog/unser-infoportal-zu-fragen-im-zusammenhang-mit-dem-corona-virus/ wird deshalb stetig mit neuen Hinweisen aktualisiert. Sobald Detailinformationen zu Liquiditätshilfen und zum Schutzschirm der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft usw. verfügbar sind, werden wir diese hier platzieren.

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Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg hat gemeinsam mit der Chambres de Métiers et de l’Artisanat du Tarn vom 13. bis 26. März 2022 ein Auslandspraktikum für Jugendliche aus Ostbrandenburg in Albi (Frankreich) organisiert und durchgeführt.  Neun Lehrlinge und ein Junggeselle aus verschiedenen Gewerken haben in sehr intensiven zwei Wochen in französischen Handwerksbetrieben gearbeitet und berufliche Erfahrungen gesammelt.

Die Gruppe wurde von der Mobilitätsberatung der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) begleitet. In einem eintägigen Vorbereitungskurs im Vorfeld des Auslandspraktikums wurden wichtige Tipps und Gegebenheiten vor Ort mit den Jugendlichen besprochen. Jeder Teilnehmer erhielt dabei ein Handout mit Hinweisen und Tipps, um während des Aufenthaltes in Frankreich auch ohne Sprachkenntnisse mit den dortigen Gegebenheiten umgehen zu können. Nach der ersten Praktikumswoche reisten Michaela Schmidt – Leiterin der Abteilung Berufsbildung und der Handwerkskammerpräsident Wolf-Harald Krüger nach Albi, um die Partnerkammer zu besuchen und die erste Woche des Aufenthaltes der Jugendlichen auszuwerten. Sie wurden begleitet von einer Gruppe mit fünf Ausbildern aus Betrieben unseres Kammerbezirkes.  Diese hatten die Möglichkeit, sich mit Fachkollegen aus Frankreich über die Bildungssysteme beider Länder auszutauschen. Im Rahmen dieser Ausbilderreise durften die Ausbilder an einem gemeinsamen Projekt im Bildungszentrum der Kammer aus Albi arbeiten, es wurden Betriebsbesuche organisiert und das Bildungssystem in Frankreich vorgestellt.

Erstmalig wurde eine Ausbilderreise und Auslandspraktika am gleichen Ort und zum gleichen Zeitpunkt im Ausland durchgeführt. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten!  Erfahrungen der letzten Auslandspraktika von Lehrlingen und jungen Fachkräften haben gezeigt, dass die oft anderen Arbeitsbedingungen, die Fremdsprache und die Begegnung mit einer anderen Kultur vielen Teilnehmern mehr Selbstbewusstsein geben hat. Auch die Betriebe, die ihre Lehrlinge und Junggesellen ins Ausland schicken, profitieren davon, da die Jugendlichen mit neu gewonnener Motivation nach Deutschland zurückkehren.

Hier die Steckbriefe der Lehrlinge

Mateusz Krzyzanowski

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619 - 169
Telefax: 0335 5619 - 117

Mateusz.Krzyzanowski@hwk-ff.de

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Die Handwerkskammer möchte sich bei den an diesem Projekt teilnehmenden Handwerksbetrieben recht herzlich bedanken:

  • HNE Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH) Eberswalde
  • Anika Breetsch
  • Erste Prenzlauer Maler GmbHH
  • Melanie Pethe
  • Krüger & Krüger Ingenieurbau GmbH
  • Makrü-Bau GmbH
  • Modellbau Stein GmbH
  • Robert Engelhardt – Der Elektromeister GmbH

Forza Vicenza – Auslandspraktikum gestartet!

Das Auslandspraktikum in Vicenza ist gestartet. Die ostbrandenburgischen Lehrlinge haben sich in den Gastfamilien eingelebt und starten jetzt mit unserem Partner #EUROCULTURA in eine spannende Zeit bei italienischen Handwerksbetrieben. Wir wünschen gutes Gelingen.

Arbeitsbericht Hannes Albrecht

Zuallererst möchte ich mich bei der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und Mateusz Krzyzanowski , dem Mobilitätsberater, der mir bei allen Fragen, die ich bezüglich des Praktikums oder des Aufenthaltes hatte, mit Rat und Tat zur Seite stand. Ebenfalls möchte ich meinem Ausbildungsbetrieb, der Drei Schilde Gebäudeservice GmbH & Co. KG, danken, der mir die Gelegenheit gab, am Auslandspraktikum teil zu nehmen.

Nach Ablauf der drei Wochen Italien kann ich sagen: Es hat sich gelohnt! Währen meines Aufenthalts gab es sehr anstrengende Tage und Tage die schnell vorüber gingen. Im Nachhinein fällt mir aber nichts Negatives ein, was ich aus meiner Sicht darüber berichten könnte. Die Kammer hat den Ablauf gut organisiert. Sehr gut gefiel es mir, dass ich zusammen mit anderen Azubis in einer WG wohnte. Ich musste mich also mit den anderen arrangieren was die alltäglichen Abläufe nach der Arbeit anging. Dazu gehörten auch die Abende in der Gemeinschaftsküche oder die gemeinsamen Ausflüge in die Stadt und aufs Land. Die ich in Erinnerung behalten werde.

Mein Ausbildungsbetrieb lag innerhalb des Stadtgebietes, so dass ich keine Schwierigkeiten hatte, die Treffpunkte zu erreichen, von denen es zu den jeweiligen Baustellen ging. Ich hatte das Glück, in den drei Wochen mit dem Geschäftsführer des italienischen Malerbetriebes zu arbeiten. Die Arbeiten waren sehr abwechslungsreich. Zu meinem Erstaunen war die erste Baustelle eine Luxusvilla aus dem 18. Jahrhundert. Danach arbeitete ich u.a. in Privatwohnungen, Leerwohnungen (vor der Fertigstellung), an Hausfassaden im Sockelbereich, Treppenhäusern und zu guter Letzt an der Fassade eines Einfamilienhauses.

Ich erlernte die Anwendung der venezianischen Spachteltechnik, die in Italien erstaunlicherweise zum Standard in Innenräumen gehört. Wir rüsteten zusammen eine Fassade ein und verputzten diese anschließend.

Der Aufenthalt in Vicenza half mir selbständiger und zielorientierter zu werden. Ich konnte mich sehr gut auf Englisch mit den italienischen Kollegen verständigen. Die eine oder andere italienische Vokabel lernte ich auch – für mehr reichte die Zeit leider nicht.

Die Atmosphäre in Vicenza war einfach einmalig. In den ersten Tagen hatte ich noch die deutsche Arbeitsweise im Blut, was natürlich meinen Kollegen vor Ort auffiel. Sie sagten, ich solle mich nicht abhetzen. Was für mich anfangs etwas schwierig war, sich aber letzten Endes dann doch einspielte. Meine italienischen Kollegen waren aber keinesfalls gemächlich in dem was er tut. Sie arbeiteten mit viel Freude und legten sehr viel Wert auf das Erscheinungsbild. Deshalb wird bei größeren Bauvorhaben zuerst der genaue Ablauf erörtert, sodass es zu keinen Problemen kommt.

Ich hatte in der ersten Woche noch einige Schwierigkeiten, hauptsächlich wegen der Sprachbarriere. Aber spätestens in der zweiten und dritten Woche hatte ich regelrechten Spaß am Arbeiten mit meinen italienischen Kollegen. Die Ruhe und Gelassenheit gegenüber den anfallenden Aufgaben fehlt mir schon jetzt. Jetzt nach dem Auslandspraktikum gehe ich die Dinge wesentlich gefasster und selbstsicherer an.

Ich kann diese Auslandserfahrung in meiner Branche nur weiter empfehlen. Bekäme ich solch ein Angebot wieder, wäre meine Antwort ein klares Ja.

Sabrina Hass

Alicia Schliebener

Anne-Lena Grünert

Hannes Albrecht

Jonas Bobertag

Marlon Streich

Theo Krechlok

Mateusz Krzyzanowski

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619 - 169
Telefax: 0335 5619 - 117

Mateusz.Krzyzanowski@hwk-ff.de

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Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem (2018-2022)

Mit dem Förderprogramm verfolgen das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie und das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz über die ILB das Ziel, die betriebliche Ausbildungsbasis zu stabilisieren und die Ausbildungsqualität in Brandenburger Betrieben zu erhöhen.

Ziele

Ziel des Programms zur qualifizierten Ausbildung im Verbund ist es, Jugendlichen eine betriebliche Ausbildung in Brandenburger Betrieben zu ermöglichen. Um die Attraktivität der dualen Ausbildung zu erhöhen und somit ein leistungsfähiges Ausbildungssystem zu gewährleisten, werden Maßnahmen durch das Land gefördert, die dazu dienen, die Ausbildungsbereitschaft von Betrieben zu stärken, die Ausbildungsqualität am Lernort Betrieb zu verbessern und die Einmündung von Ausbildungsplatzsuchenden in die Ausbildung zu steigern. Mit der qualitativen Verbesserung des Ausbildungssystems sollen vorzeitige Abbrüche verhindert werden.

 

Inhalt und Umsetzung

Insgesamt werden 5 Workshopthemen für Ausbilder/innen und ausbildendes Personal sowie 3 Workshopthemen für Auszubildende angeboten.

Um möglichst vielen Interessierten die Möglichkeit zu geben, an den Veranstaltungen teilzunehmen, werden alle Workshops mehrfach durchgeführt.

Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Weiterführende Informationen finden sie unter

ESF-Website: www.esf.brandenburg.de

EU-Kommission: www.ec.europa.eu

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie: www.mwae.brandenburg.de

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz: www.mluk.brandenburg.de

Dirk Konzer

Telefon: 0335 5619 - 152
Telefax: 0335 5619 - 117

dirk.konzer@hwk-ff.de

Hinweise für Ausbildungsbetriebe

  1. Vergütung und Mindestvergütung (§ 17)

Ausbildungsbetriebe haben Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit der Vergütung ist ausgeschlossen, wenn sie die MiAV unterschreitet. Angemessen ist auch eine für den Ausbildenden geltende tarifliche Vergütungsregelung. Es gilt der absolute Tarifvorrang, vorausgesetzt, der Ausbildungsbetrieb ist tarifgebunden (Innungsmitglied). Es ist nicht erforderlich, dass der Auszubildende Mitglied der Gewerkschaft ist, die den einschlägigen Tarifvertrag abgeschlossen hat. Handelt es sich beim Ausbildungsbetrieb um ein Nicht-Innungsmitglied gilt der Tarifvertrag nur kraft Allgemeinverbindlichkeitserklärung. Um die Innungsmitgliedschaft und damit einhergehende Tarifgebundenheit nachzuweisen, wird die zuständige Stelle (Handwerkskammer) für Lehrverträge, die ab 01.01.2020 abgeschlossen werden, einen Vertragszusatz zum Ausbildungsvertrag abfordern. Hiermit muss die Tarifgebundenheit unter Nennung des geltenden Tarifvertrages und seiner Laufzeit vom Ausbildungsbetrieb bestätigt wird. Zusätzlich müssen Sie angeben, seit wann Sie Mitglied bei der Innung / dem Arbeitgeberverband sind, der Tarifpartner des aufgeführten Tarifvertrags ist. Wir bitten Sie in Ihrem eigenen Interesse um wahrheitsgemäße Angaben, da sich beispielsweise Sozialversicherungsträger das Recht vorbehalten, nichtgezahlte Sozialversicherungsbeiträge nachzufordern und der Lehrling die Möglichkeit besitzt, auch nach Beendigung seiner Ausbildung, gerichtlich gegen den Ausbildungsbetrieb vorzugehen, um Nachzahlungen einzuklagen! 

Die jeweiligen MiAV-Beträge (siehe Tabelle) und die Steigerungsrate sind für die nächsten vier Jahre verbindlich vorgeschrieben. Ab dem Jahr 2024 steht die Ausbildungsvergütung noch nicht fest, sie wird zum 1. November 2023 per Rechtverordnung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung bekanntgegeben. Wir informieren Sie dann entsprechend.

Die Ausbildungsvergütungshöhen gelten für alle ab dem 1. Januar 2020 abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge. Dies umfasst den erstmaligen Abschluss eines Ausbildungsvertrages und gilt auch für einen im Jahr 2020 erfolgten Neuabschluss eines Berufsausbildungsverhältnisses infolge eines Ausbildungsplatzwechsels zu einem anderen Ausbildungsbetrieb.

Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse, die bis zum Ablauf des 31. Dezember 2019 geschlossen und in Vollzug gesetzt wurden, gelten in der bis dahin geltenden Fassung weiter.

Somit wird in bestehende Ausbildungsverhältnisse mit demselben Ausbildungsbetrieb nicht eingegriffen.

 

Beginn der Ausbildung

jeweils 1.1. – 31.12.

1. Lehrjahr 2. Lehrjahr

+ 18 Prozent

3. Lehrjahr

+ 35 Prozent

4. Lehrjahr

+ 40 Prozent

2020 515,00 € 607,70 € 695,25 € 721,00 €
2021 550,00 € 649,00 € 742,50 € 770,00 €
2022 585,00 € 690,30 € 789,75 € 819,00 €
2023 620,00 € 731,60 € 837,00 € 868,00 €
 

 

 

 

  1. Pflicht des Ausbildenden zur Bereitstellung von Fachliteratur (§ 14)

Ausbildungsbetriebe haben Auszubildenden kostenlos die Ausbildungsmittel, insbesondere Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen der Zwischenprüfungen/Gesellenprüfung Teil I und Abschluss-/Gesellenprüfungen, auch soweit sie nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses stattfinden, zur Verfügung zu stellen

 

  1. Pflicht zur Freistellung, Anrechnung (§ 15)

Ausbildungsbetriebe dürfen alle Auszubildende an einem vor 9 Uhr beginnenden Berufsschulunterricht nicht beschäftigen.

Ausbildungsbetriebe haben Auszubildende freizustellen:

  • für die Teilnahme am Berufsschulunterricht, in Berufsschulwochen mit einem planmäßigen Blockunterricht von mindestens 25 Unterrichtsstunden von je 45 Minuten an mindestens 5 Tagen,
  • an einem Berufsschultag mit mehr als 5 Unterrichtsstunden von je 45 Minuten, einmal in der Woche (in diesen Fällen sind zusätzliche betriebliche Ausbildungsveranstaltungen bis zu zwei Stunden wöchentlich zulässig*)
  • an dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschluss-/Gesellenprüfung unmittelbar vorangeht.

Für Auszubildende unter 18 Jahren gilt der § 9 des Jugendarbeitsschutzgesetzes entsprechend.

 

  1. Teilzeitberufsausbildung (§ 7 a)

Die Berufsausbildung kann in Teilzeit durchgeführt werden. Beide Vertragsparteien können eine Verkürzung um bis zu 50 % der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit vereinbaren. Dabei verlängert sich im Gegenzug die Ausbildungsdauer um die gekürzte Zeit nach „hinten raus“, auch über die Regelausbildungszeit von z.B. 36 Monaten hinweg. Die Grenze liegt beim Eineinhalbfachen der in der Ausbildungsverordnung vorgesehenen Gesamtausbildungsdauer. Bei der Berechnung der Ausbildungsdauer ist am Ende auf ganze Monate abzurunden.

Die Ausbildungsvergütung kann dann auch entsprechend gekürzt werden.

 

Den kompletten Gesetzestext finden Sie unter: https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Das_neue_Berufsbildungsgesetz_BBiG.pdf

 

Bei Rückfragen stehen Ihnen unsere Ausbildungsberater gern zur Verfügung.

Jörg Wiesniewski

Sachbearbeiter Prüfungswesen

Telefon: 0335 5554 - 221
Telefax: 0335 5619 - 117

joerg.wiesniewski@hwk-ff.de

Bennet Zimmermann

Ausbildungsberater - MOL, LOS

Telefon: 0335 5619 - 158
Telefax: 0335 5619 - 117

bennet.zimmermann@hwk-ff.de

Michaela Bergemann

Ausbildungsberaterin UM, BAR

Telefon: 03334 381 - 795 oder Mobil: 0151 57145814
Telefax: 0335 56577-371

michaela.bergemann@hwk-ff.de

Eine Haustür, so wie sein Vater Dirk und sein älterer Bruder Maik vor ihm, wollte Kai Haseloff nicht als Gesellenstück bauen – so viel war klar. Er dachte mehr an ein Möbelstück mit mehr Gestaltungsspielraum. Zunächst plante er eine Kommode für seine Eltern, doch sein sein Vater riet ihm, etwas für sich selbst zu konstruieren. Und was lag da näher als ein Schreibtisch, an dem er die Dateien für die CNC-Fräse schreiben könnte, die die Familientischlerei erst kurz vorher erworben hatte?

Die entscheidende Idee kam Kai Haseloff während eines Waldspazierganges. Er war gerade in der grenzenlosen Natur seiner Heimat unterwegs, der Schorfheide nördlich von Berlin, als ihm auf einmal der bestimmte Winkel auffiel, in dem Äste sich gabeln. Das wären auch perfekte Schreibtischfüße, dachte er.

Es folgten 103 Stunden voller Hingabe, um den Tisch aus massiver Eiche zu vollenden. „Die Idee war, dieses schwere Material, leicht und elegant erscheinen zu lassen.“ Kai Haseloff hat dafür die Tischplatte schräg abgeflacht und auch sonst mit liebevollen handwerklichen Details versehen. So kommt der moderne Schreibtisch fast vollständig ohne Schrauben aus, die Verbindungen zwischen Füßen und Platte sind mit durchgestemmten Zapfen versehen. In den Schubkasten, der auf klassischen Holzleisten läuft und sich Push-To-Open öffnen lässt, ist sogar ein geheimes Fach integriert. „Anfangs hatte ich nicht damit gerechnet, dass er so gut ankommt“, erzählt der 20-Jährige. Doch als sich selbst Mitglieder der Prüfungskommission auf den Boden legten, um alle Details des Tisches zu begutachten, dämmerte ihm, dass er etwas besonderes geschaffen hatte.

Seitdem hat der Tisch, der nach seinem Urururopa Franz Friedrich benannt ist, der das Familienunternehmen im Jahr 1859 gründete, für ordentlich Furore gesorgt. Haseloff gewann beim Wettbewerb Die gute Form auf Landesebene den zweiten Preis und ist nun zum Bundeswettbewerb zugelassen. Sein Vater entschied zudem, aus dem Entwurf eine eigene kleine Möbelserie zu machen. Wer möchte, kann nun sowohl den Schreibtisch, als auch einen Esstisch, einen Wohnzimmertisch und eine Sitzbank im gleichen Design aus Massivholz bei der Tischlerei erwerben.

Jetzt folgt der Meister

Kai Haseloff, der in seiner Freizeit gern Schach spielt, erhielt durch seinen Erfolg eine Begabtenförderung. Damit will er nun einen Teil seiner Meisterausbildung finanzieren, die er im Januar in Berlin begonnen hat. Wenn er damit fertig ist, plant er in den Familienbetrieb zurückzukommen, um den Möbelbau, vor allem im Massivholzbereich weiter voranzutreiben. Zusammen mit seinem vier Jahre älteren Bruder Maik will er das Traditionsunternehmen fit für die Digitalisierung machen. „Mit dem Kauf der CNC-Fräse haben wir gute Voraussetzungen geschaffen, unsere über 160-jährige Geschichte auch in Zukunft erfolgreich weiterzuschreiben“, sagt der Groß Schönebecker.

Autor: Robert Iwanetz

Stefanie Pense

Assistentin der Abteilung Berufsbildung

Telefon: 0335 5619 - 150
Telefax: 0335 5619 - 117

stefanie.pense@hwk-ff.de

Die Förderung vorbildlicher Berufsausbildung ist das Ziel des mit 15.000 € dotierten Ausbildungs-Ass der Initiative der Jungen Deutschen Wirtschaft, dem freien Zusammenschluss von Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. und Junioren des Handwerks. Das Ausbildungs-Ass wird in diesem Jahr bereits zum 22. Mal vergeben. Mehr als 140 Unternehmen und Initiativen haben sich beworben. Das hohe Niveau der Bewerbungen zeigt: Die Qualifizierung der Auszubildenden gewinnt in Deutschland weiterhin an Bedeutung.

Das Ausbildungs-Ass wird von der INTER Versicherungsgruppe in Mannheim gestiftet und in Zusammenarbeit mit dem handwerk magazin und Der Handel vergeben.

Die diesjährige feierliche Preisverleihung fand am 13. Dezember 2018 im Bundesminiterium für Wirschaft und Energie in Berlin statt.

Michael Thieme

Pressereferent Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0335 5619 - 108
Telefax: 0335 5619 - 279

michael.thieme@hwk-ff.de