Was war das für eine Freude: 108 Gesellen erhielten dieses Jahr den Ritterschlag zur Jungmeisterin und zum Jungmeister in Ostbrandenburg. 92 von ihnen nahmen an der Meisterfeier am 13. November im Frankfurter Kulturbahnhof Kamea teil und feierten mit rund 300 Gästen – darunter Eltern, Kinder und Ausbilder – ihre Ernennung in den Meisterstand. Unter den Laudatoren war auch die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst. Sie betonte, wie wichtig die Jungmeisterinnen und Jungmeister für die Wirtschaft und Zukunft Ostbrandenburgs sind, dass ihr anstrengender Weg zum Meistertitel ein wichtiger Beitrag für Gemeinschaft, Gesellschaft und Heimat sei. „Sie tragen zum Selbstbewusstsein Brandenburgs bei. Unsere ökonomischen Rahmendaten geben Zuversicht,“ wandte sich die SPD-Politikerin an die Jungmeister und Jungmeisterinnen, „der Meistertitel ist eine Fahrkarte für ein noch erfolgreichere berufliche Perspektive.“

Michaela Schmidt

Abteilungsleiterin

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© HWK-FF.DE // Mirko Schwanitz

Mit stoischer Ruhe und freundlichem Lächeln bedient Luise Kroll auch noch den ungeduldigsten Kunden. Die merken oft gar nicht, dass die junge Frau noch in der Lehre ist. Wohl dem, der das Glück hat, eine solche Auszubildende zu haben. Das muss sich auch Augenoptikermeister Ralf Dahlke aus Bad Freienwalde gesagt haben, als er Luise für die Auszeichnung als Lehrling des Monats vorschlug. Überraschung gelungen? „Na klar“, sagt Luise, als HWK-Geschäftsführerin Astrid Köbsch ihr die Urkunde überreichte. „Früher dachte ich mal daran auf Lehramt zu studieren. Aber heute sage ich, die Entscheidung, Augenoptikerin zu werden, war für mich goldrichtig.“ Alles begann mit einem Berufspraktikum im Geschäft von Dahlke Augenoptik in der 8. Klasse. „Das gefiel mir so, dass ich auch in den Ferien hier arbeiten ging. So wusste ich bald: Ja, das will ich machen!“ Was ist es, das sie an diesem Beruf so fasziniert? „Das Individuelle. Im Gespräch lotest du die Wünsche des Kunden aus. Dann ziehst du dich zurück, um konzentriert an einem Produkt zu arbeiten. Wenn du das gut machst, bekommst du sofort positives Feedback von den Kundinnen und Kunden, wenn sie sich das erste Mal die neue Brille aufsetzen. Ich gehe fast jeden Tag zufrieden nach Hause.“ Nein, die Ausbildung falle ihr nicht besonders schwer, sagt sie mit verschmitztem Lächeln. Da komme ihr das Abitur natürlich zu Gute. Einfach sei es aber auch nicht. Von drei Berufsschulklassen hätte inzwischen eine gesamte Klasse die Lehre abgebrochen, was sie sehr schade finde. Denn Optiker würden gebraucht. „Aber Mathematik und Physik muss man schon draufhaben“, meint die 20-Jährige, die selbst aus einer Handwerkerfamilie stammt. „Meine Mutti ist Zahntechnikerin und mein Vater Zimmermann“, sagt sie stolz.

© HWK-FF.DE // Mirko Schwanitz

Was braucht es, um ein guter Lehrling zu sein? Luise überlegt kurz: „Den Willen, etwas lernen zu wollen. Und einen guten Lehrer, wie ich ihn in meinem Meister habe. Der traute mir von Anfang an viel zu. Das stärkte mein Selbstvertrauen sehr.“ Im nächsten Jahr will Luise ihre Ausbildung beenden und in jedem Fall bei Optikermeister Dahlke bleiben. „Ich stamme von hier, kenne viele Kunden. Schon im Gymnasium haben meine Klassenkameraden gesagt, sie würden sich alle die Brille bei mir machen lassen.“ Und tatsächlich: Einigen ihrer einstigen Mitschüler hat sie bereits zu einer Brille verholfen. Ein sympathische Auszubildende, die gleich einen Kundenstamm mitbringt? – hat man auch nicht alle Tage.

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Michaela Bergemann

Ausbildungsberaterin UM, BAR

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Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg bietet ihren Mitgliedsbetrieben und deren Lehrlingen die Möglichkeit, an einem Lehrlingsaustausch und parallel an einer Ausbilderreise in Frankreich teilzunehmen.

Blick auf die Augustbrücke und die Kirche Saint Cecile in Albi, Frankreich.

Auslandspraktikum für Lehrlinge

In wenigen- aber sehr intensiven 2 Wochen lernen die Lehrlinge fachliche Besonderheiten sowie einen anderen Arbeitsalltag in französischen Handwerksbetrieben kennen. Der Aufenthalt in Südfrankreich ermöglicht den Lehrlingen über den Tellerrand zu schauen und den Horizont zu erweitern. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Lehrlinge selbstständiger, motivierter und offener für Neues nach einem Praktikum nach Deutschland zurückkehren.

Studienreise für Ausbilder

Hier haben die Ausbilder aus den Ausbildungsbetrieben erstmals die Möglichkeit, über das Projekt „Mobilitätsberatung“ hautnah in 4 Tagen zu erleben, wie ihre Lehrlinge das Auslandspraktikum in Albi absolvieren. Es wird Ihnen vorgestellt wie die schulischen und betrieblichen Abläufe der Ausbildung in Frankreich organisiert sind. Darüber hinaus bekommen sie einen Einblick in die Arbeitsabläufe des Auslandspraktikums ihrer Azubis in den französischen Handwerksbetrieben.

In den folgenden Berufen kann das Praktikum von den Lehrlingen absolviert werden:

  • Elektroniker/-in
  • KFZ-Mechatroniker/-in
  • Bäcker /-in
  • Konditor/-in
  • Tischler/-in
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/-in
  • Metallbauer/-in
  • Maler- und Lackierer/-in
  • Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Maurer/in
  • Friseur/-in

* weitere Berufe sind nach Absprache mit dem Mobilitätsberater möglich

Zeitraum:

  • Für das Auslandspraktikum: 13.03. – 26.03.2022
  • Für die Ausbilderreise: 20.03. – 23.03.2022

Anmeldefrist

Bei Interesse melden Sie sich bis zum 31. Dezember 2021 bei uns an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Betreuung

Die Teilnehmer/-innen werden vor Ort durch die Mitarbeiter/-innen der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg betreut.

Unterkunft

Die Lehrlinge werden im Hotel Campanile und die Ausbilder im Hotel Mercure untergebracht.

Geförderte Kosten:

Die Organisation, die Betreuung, die Unterkunft, die Flug und Fahrkosten vor Ort sowie der Vorbereitungskurs und die Versicherungen während des Auslandsaufenthaltes (Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen) werden zu 100% durch das Programm Erasmus + abgedeckt.

Eigenanteil

Ein Betrag für die Verpflegung muss von jedem/-r Teilnehmer/-in eingeplant werden (nähere Informationen bekommen Sie während der Erstberatung).

Impressionen aus den vorherigen Mobilitätsprojekten

Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg hat im Jahr 2018 eine Gruppe von 11 Lehrlingen nach Frankreich entsendet. Die Jugendlichen kamen begeistert und mit jeder Menge Eindrücken zurück. Wie es den Jugendlichen dort erging erfahren Sie hier.

Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg organisiert regelmäßig Erfahrungsaustausche im Ausland für Ausbilder. Hier finden Sie mehr Informationen dazu.

Erfahrungsberichte

© HWK-FF.DE // Leif Kuhnert

Bereits bei dem Vorstellungsgespräch war mein Chef sehr freundlich. Das bestätigte sich auch später bei der Arbeit. Im Laufe der Zeit gab man mir komplexere Aufgaben, bis hin zu Kundenaufträgen. Ausserdem durfte ich an den Maschinen arbeiten. Wir waren oft ausliefern und auf Montage. Dadurch konnte ich viel von der Stadt Albi sehen und wahrnehmen. Mein Chef nahm mich auch zu einer Baubesichtigung und Baubesprechung mit. Allgemein hat er sich viel Zeit für mich genommen.
Paul Doormann, Tischler
Mein Betrieb war die Boucherie Spina in Albi. Ich war vor 2 Jahren schon mal dort und über das Wiedersehen haben wir uns alle gefreut. Das Arbeitsklima ist dort recht entspannt und sehr lustig. Ich habe neue küchenfertige Erzeugnisse und dessen Zubereitung kennenlernen dürfen. Die Franzosen im Laden oder auf der Straße sind sehr nett. Ich würde sehr gern nochmal ein Auslandspraktikum machen, aber nicht nur in Frankreich!
Ann-Sophie Wolff, Fleischerin

© HWK-FF.DE // Leif Kuhnert

© HWK-FF.DE // Leif Kuhnert

Das Arbeitsklima in meinem Praktikumsbetrieb ist sehr angenehm und entspannt. Ich gehe jeden Tag gern arbeiten und verbringe eine gute Zeit auf den verschiedenen Baustellen in Albi und Umgebung. Ich war z. B. auf einer Baustelle, auf der ich mit meinen Kollegen ein schönes Ferienhaus gebaut habe.Albi ist eine sehr schöne Stadt. Es gibt viele gute Restaurants und man kann viel spazieren gehen. Ich bin hier mit 10 anderen Lehrlingen aus meinem Kammerbezirk und wir sind eine coole Truppe. Wir haben viel Spaß zusammen und es gibt keine Probleme innerhalb der Gruppe.
Lukas Sahr, Maurer

Mateusz Krzyzanowski

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619 - 169
Telefax: 0335 5619 - 117

Mateusz.Krzyzanowski@hwk-ff.de

Sein Weg zum Kfz-Mechatroniker war holprig. Er führt ihn über Bits und Bytes. Von Schule und Familie geradezu zum Studium überredet, beginnt der Prenzlauer ein Informatikstudium. Es ist ihm zu theoretisch. Nach vier Jahren wirft er hin und beginnt eine Lehre – in seinem Traumberuf. Interview: Mirko Schwanitz

© HWK-FF.DE // Mirko Schwanitz

DHB: Johann, mit 28 Jahren sind Sie der Älteste in Ihrem Ausbildungsjahrgang…

Johann W. Wiviorra: Das stimmt. Es war auch ein langer Weg bis in diese Ausbildung.

DHB: Was ist passiert?

Johann W. Wiviorra: Dass, was wahrscheinlich vielen Jugendlichen heutzutage passiert, die ihr Abitur machen. Ihnen wird eingebläut, dass sie nur etwas werden können, wenn sie studieren. Mit diesem Argument werden sie von Lehrern und den Eltern geradezu bombardiert. Man ist jung, vertraut auf den Rat der Älteren. Und merkt oft zu spät. Man hätte auf seinen Bauch hören sollen.

DHB: Manchen sagt der Bauch aber nach dem Gymnasium noch nichts…

Johann W. Wiviorra (lacht): Stimmt auch wieder. Aber bei mir war das anders. Ich habe schon mit zehn, zwölf Jahren voller Begeisterung in Autozeitschriften geblättert. Kfz, damit wollte ich was machen.

DHB: Und das fanden Ihre Eltern nicht so gut?

Johann W. Wiviorra: Eltern haben es auch nicht leicht. Die wollen immer das Beste für Ihr Kind. Ist ja klar. Ich war ein Computer-Nerd. Statt Sport, geile LAN-Partys, Computer selber zusammenbauen, Programme schreiben, das volle Programm eben… Sie sahen das und dachten, Mensch, der Junge sollte mit diesem Talent was anfangen.

DHB: … und sie sträubten sich?

Johann W. Wiviorra: Halb zogen sie ihn, halb fiel er hin – Sehen Sie, mein Großvater war Bauer, leitete mal eine LPG, meine Mutter ist Krankenschwester, mein Vater Fliesenleger. Die wissen, was harte Arbeit ist und wollen für ihren Jungen ein besseres Leben und leichter verdientes Geld.

DHB: Also haben Sie sich ergeben?

Johann W. Wiviorra: Sie meinen, Hände hoch und durch? Nee, so war das nicht. Aber wenn Ihnen Menschen mit viel mehr Lebenserfahrung alles, was mit einer Berufsausbildung zu tun hat, als unattraktiv anpreisen und auch die Berufsorientierung an ihrer Schule komplett einseitig ist, dann glauben sie diese Märchen am Ende.

DHB: Was meinen Sie damit, die Berufsorientierung sei einseitig?

Johann W. Wiviorra: Nur ein Beispiel. Ich erinnere mich an einen Berufsorientierungstag im Gymnasium. Da gab es vier Vorträge. Drei Vortragende stellten drei Universitäten und die dortigen Studienrichtungen vor. Einer kam von der Barmer und erzählte, was man bei der Gesundheitskasse so werden kann. Handwerk? Kam nicht vor. Mag sein, dass das heute anders ist, aber bei mir war das so.

DHB: Warum haben Sie das Studium dann abgebrochen?

Johann W. Wiviorra: Es ist nicht so, dass mich das nicht interessiert hätte. Aber die Bandbreite innerhalb der Informatik ist groß. Angewandte Informatik, Telekommunikation usw. Ich wechselte während des Studiums mehrfach die Richtung und am Ende war alles unbefriedigend. Ich wollte etwas mit den Händen machen, mit Elektronik, am Ende des Tages aber auch sehen, dass ich was geschafft habe.

DHB: Sie haben vier Jahre studiert, standen kurz vor dem Abschluss. Warum haben sie es nicht einfach durchgezogen?

Johann W. Wiviorra: Wegen meinem VW Golf III.

DHB: Jetzt veräppeln Sie mich…

Johann W. Wiviorra: Keineswegs. Ich hatte mir den Wagen gebraucht gekauft. Und wie das bei einem alten Modell so ist. Da ist immer was dran zu machen. An der Mechanik. Und an der Elektronik. Und ich empfand echte Freude, wenn mich das Auto wieder mal foppte und ich es austricksen, sprich reparieren konnte.

DHB: Und plötzlich war der Kindertraum und die Erinnerung an die Autozeitschriften der Kindheit wieder da?

Johann W. Wiviorra: Genau. Und plötzlich wusste ich, was ich eigentlich schon immer wusste, was mir aber immer ausgeredet wurde. Kfz-Mechatroniker, das ist mein Ding.

DHB: Sie haben sich dann beim Autohaus Burmeister in Prenzlau beworben

Johann W. Wiviorra: Das Lehrjahr hatte schon begonnen. Ich hab es trotzdem versucht. Ich glaube, mein heutiger Chef Mario Burmeister, war ganz angetan. Wir haben uns viel über Technik und Elektronik unterhalten. Ich glaube, der spürte: ich will das und ich kann das. Ich bin dann später eingestiegen und höre, wenn alles klappt, auch früher auf.

© HWK-FF.DE // Mirko Schwanitz

DHB: Sie wurden Lehrling des Monats, eine Auszeichnung, die die Handwerkskammer vergibt, um gute Lehrleistungen schon während der Ausbildung anzuerkennen und zu würdigen. Waren Sie überrascht?

Johann W. Wiviorra: Natürlich. Mit sowas rechnet man ja nicht. Ich sehe es aber auch als Anerkennung für meinen Betrieb. Mit Mirko Firyn haben wir ja hier einen eigenen Ausbildungsleiter. Und es macht sich natürlich bemerkbar, wenn eine Firma einen Ausbilder beschäftigt, der auch wirklich Zeit für die Lehrlinge hat. Das ist ganz wichtig.

DHB:  Wenn man Sie heute in Ihr altes Gymnasium einladen würde, um Ihren Beruf vorzustellen. Was würden Sie den Jugendlichen sagen?

Johann W. Wiviorra: Wer ganz klare Vorstellungen hat und genau weiß, was er studieren möchte, der soll das unbedingt machen. Ich behaupte aber, dass viele nur studieren, weil sie noch nicht wirklich wissen, wohin sie wollen. Denen würde ich immer dazu raten, erst eine Berufsausbildung zu machen und danach, mit mehr Lebens- und Praxiserfahrung über ein Studium nachzudenken. Ich habe aber noch nie von einem Gymnasium gehört, das Handwerker einlädt, ihre Berufe vorzustellen.

DHB: Vielleicht hat es damit zu tun, dass man gar nicht weiß, wie sehr sich die Berufswelt verändert hat und wie sehr in vielen Handwerksberufen Abiturienten dringend gesucht sind.

Johann W. Wiviorra: Schöne Grüße an die Lehrerfortbildung….

Michaela Bergemann

Ausbildungsberaterin UM, BAR

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michaela.bergemann@hwk-ff.de

Hätten Sie zu Ihrer Ausbildungszeit gedacht, dass man einen Teil der Berufsbildung im Ausland absolvieren kann? Heutzutage ist das durchaus möglich! Dafür müssen Sie keine eigene Niederlassung oder ein Partnerunternehmen im Ausland haben. Wir bieten unseren Mitgliedsbetrieben und deren Lehrlingen die Möglichkeit, ein drei- oder vierwöchiges Auslandspraktikum z.B. in Italien, Spanien oder Finnland zu machen. Wir unterstützen Sie bei der Planung, Organisation und Durchführung von Auslandsaufenthalten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Unser Angebot im Überblick:

  • Beratung rund um das Thema Mobilität in der beruflichen Bildung
  • Organisation und Durchführung von Auslandsaufenthalten im Rahmen der dualen Ausbildung
  • Einzel- und Gruppenentsendungen für Lehrlinge
  • Studien- und Ausbilderreisen für Ausbilder und Lehrkräfte
  • Unterstützung und Betreuung während des Austausches im Ausland
  • Bereitstellung von ERASMUS- Plus- Stipendien zur Abdeckung von notwendigen Praktikumskosten (Reise-, Betreuungs- und Unterkunftskosten)

Wie profitieren Sie von der Teilnahme an unserem Projekt?

Als Ausbildungsbetrieb:

  • Sie gewinnen Marktvorteile durch die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter/innen für internationale Handlungsfelder – sprachlich, fachlich und persönlich
  • Sie steigern ihre Attraktivität als Ausbildungsbetrieb
  • Sie werben für sich (z. B. durch Presseartikel oder Socialmedia), knüpfen Geschäftskontakte ins Ausland, lernen neue Techniken kennen

Als Lehrling:

  • Sie erweitern ihre Fremdsprachenkenntnisse und die fachlichen Kompetenzen
  • Sie erwerben und entwickeln interkulturelle und soziale Kompetenzen
  • Sie erweitern ihren Horizont, gewinnen Selbstvertrauen und beweisen, dass sie mit neuen Herausforderungen zurechtkommen
  • Sie lernen neue Arbeitsmethoden und -Techniken kennen und bringen neue Ideen mit
  • Sie erhalten im Anschluss ein Zertifikat- den „Europass Mobilität“. Dieser hält fest, was man im Ausland gelernt hat.

Sie haben Interesse? Dann melden Sie sich bitte bei mir. Für Fragen rund um das Thema „Mobilitätsberatung“ stehe ich gerne für Sie zur Verfügung.

Mateusz Krzyzanowski

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619 - 169
Telefax: 0335 5619 - 117

Mateusz.Krzyzanowski@hwk-ff.de

Lehrling des Monats September: Jason Mächtig, Auszubildender bei der Alpro GmbH

© HWK-FF.DE // Mirko Schwanitz

„Das ich mal Lehrling des Monats werde, ist wirklich eine Überraschung. Mit so einer Auszeichnung rechnet man ja nicht“, sagt Jason Mächtig, Auszubildender im 2. Lehrjahr bei der Alpro GmbH in Bernau. Jason hat in Berlin die 10. Klasse mit 1,9 abgeschlossen. Seit einem Schülerpraktikum in einem Metallbaubetrieb wusste er: „Das will ich machen.“ Als er zur Übergabe der Urkunde gerufen wird, hat er gerade Lehrlingen aus dem 1. Lehrjahr gezeigt, wie man eine große Fräse bedient. Wenn ich ihnen was zeigen kann, mach ich das, ist doch klar.“ Es ist diese Hilfsbereitschaft, die Jasons Ausbilder André Schmidt, hervorhebt, wenn er über seinen „Schützling“ spricht. „Jason hat einen weiten Anfahrtsweg, muss sehr früh aufstehen, um pünktlich zur Schicht hier zu sein. Nie beklagt er sich, nie hat er schlechte Laune. Und seine Leistungen sind top. Da kam mit 16 schon ein ziemlich selbstständiger junger Mann zu uns.“ „Meine Eltern haben mich so erzogen. Du willst den Motorradführerschein machen? Nichts dagegen. Aber das Geld dafür musst du dir selbst verdienen“, erinnert er sich an die Worte seiner Mutter. „Dann hab ich eben Pizza ausgefahren, bis ich das Geld zusammenhatte. Wenn du was willst, musst du dich drehen. Nicht andere“, sagt Jason und nimmt den Akku-Schrauber, um eine Türklinke zu montieren. Pläne? „Erstmal die Ausbildung durchziehen. So gut, dass ich vielleicht fürs Meister-Bafög in Frage komme. Das wäre schon was. Mal Handwerksmeister zu sein! Damit kann man was anfangen!“

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Michaela Bergemann

Ausbildungsberaterin UM, BAR

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© HWK-FF.DE // Maximilian Grosser

Vor einiger Zeit fand in Wriezen eine Lehrberufeschau statt. Noch am selben Nachmittag rief mich eine Mutter an: Ihr Sohn sei mit der Ansage nach Hause gekommen, er wolle kein Abitur machen, lieber eine Berufsausbildung. Seine Begründung: Er habe erst auf der Lehrberufeschau erfahren, welche Ausbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen man in einem Handwerksberuf hat.

Während dieses Telefonats erinnerte ich mich, dass auch ich einmal glaubte, Kinder hätten in der digitalisierten Welt von heute nur mit Studium gute Entwicklungschancen. Angesichts tausender Studienabbrecher und vieler Abiturienten, die nach der Schule nicht wissen, für welchen Beruf sie sich entscheiden sollen, habe ich heute eine ganz andere Haltung.

Natürlich würde ich niemals zum Abbruch des Abiturs raten. Aber ich würde immer eine Lehrausbildung in einem Handwerksberuf als festes Fundament für den Weg in die berufliche Zukunft empfehlen. Ob mit oder ohne Abitur. Und jedem Gesamt- oder Oberschüler und auch den Gymnasiasten rufe ich zu: Auch deine Entwicklungschancen in einem Handwerksberuf sind hervorragend! Dass Bewusstsein dafür scheint zu steigen. Bis Ende August haben wir bereits mehr Lehrverträge unterschrieben als in den zwei Jahren zuvor.

Berufe im Handwerk werden wieder attraktiver. Auch weil die Lehrlingsvergütungen steigen. 2022 werden sie im Durchschnitt zwischen 585 und 819 Euro liegen. Dazu kommt das klimafreundliche 365-Euro Jahresazubiticket.

Gerade die Pandemiejahre zeigten: Wo andere kurzarbeiteten, kam die Mehrheit der Handwerksfirmen sicher durch die Krise. Die Auftragsbücher sind voll. So voll, das allerorten Handwerkermangel herrscht – von A wie Augenoptiker bis zu Z wie Zweiradmechatroniker. Aber dieser Mangel öffnet Jugendlichen mit einer Berufsausbildung wahnsinnig gute Chancen. Auch mit Blick auf einen späteren Studienplatz. Wer heute den Mut hat, sich nach einer Berufs- und Meisterausbildung selbstständig zu machen, kann gar nichts falsch machen. Dessen Zukunft, auch die finanzielle, ist gesichert.

Ich möchte hier alle Eltern ermutigen, sich zu informieren, ihre Kinder zur Teilnahme an Lehrberufeschauen, Zukunftstagen oder Future-Camps zu motivieren. Oder besser noch, auch selbst mal vorbeizuschauen. In der Lehrstellenbörse: www.azubi-ostbrandenburg.de fanden sich zwischen Nordwestuckermark und dem Schlaubetal allein Ende August noch 165 freie Lehrstellenangebote.
Es sind keine Apps, die auch in Zukunft sicherstellen, dass in Ihrer Wohnung, ihrem Haus das Wasser läuft, der Strom anliegt, das Dach dicht ist, die Terrasse gepflastert ist, die Gasanlage sicher ist, es frische Brötchen gibt, Fleisch von guter Qualität ist und ihr Auto sie sicher von A nach B bringt, egal ob mit Verbrenner oder E-Motor. Das Handwerk hat nichts mehr mit Schusters Rappen zu tun oder mit Meister Eder aus Pumuckls Zeiten. Klar tischlern Handwerksfirmen heute noch Türen, aber sie bauen auch mit an Satelliten der ESA, gestalten die E-Mobilität, das Smart Home.

Willkommen im Handwerk, das heißt auch Welcome to the Future.

Michaela Schmidt,
Leiterin der Abteilung Berufsbildung der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg

Michaela Schmidt

Abteilungsleiterin

Telefon: 0335 5619 - 150
Telefax: 0335 5619 - 117

michaela.schmidt@hwk-ff.de

Stefanie Pense

Assistentin der Abteilung Berufsbildung

Telefon: 0335 5619 - 150
Telefax: 0335 5619 - 117

stefanie.pense@hwk-ff.de

Polen ist als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Bereits ab heute (So., 21.3.2021, 0.00 Uhr) gelten strengere Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Die ist deshalb grundsätzlich nur mit einem negativen Testnachweis möglich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Berufspendler und Personen, die Bildungsangebote wahrnehmen, müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen.

Beschäftigte müssen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers über die Notwendigkeit ihrer Tätigkeit mit sich führen.

https://www.betriebsberatung-ostbrandenburg.de/musterbes…/

Das gilt ebenso für Personen, die (Aus-)Bildungsangebote grenzüberschreitend wahrnehmen.

Für Berufspendler wurden durch die Landesregierung Brandenburg Ausnahmeregelungen getroffenWöchentlich sind demnach nur zwei negative Corona-Testnachweise notwendig. Berufspendler benötigen jedoch eine aktuelle Beschäftigungsbestätigung ihres Arbeit- oder Auftraggebers, um nach Brandenburg einreisen zu dürfen. Eine solche Beschäftigungsbestätigung berechtigt zur Einreise ohne vorherigen Test. Der Test kann am Arbeitsort oder auf dem Weg dorthin erfolgen.

Für ausländische Staatsbürger, die sozialversicherungspflichtig in Brandenburg beschäftigt sind und dies durch eine aktuelle schriftliche Bestätigung ihres Arbeitsgebers nachweisen können, werden an öffentlichen Teststationen die Kosten für mindestens einen Corona-Schnelltest pro Woche übernommen. Berufspendler, die in einem anderen Bundesland beschäftigt sind (bspw. Berlin), gelten in Brandenburg als Durchreisende. Sie brauchen keinen Testnachweis bei Einreise, müssen Brandenburg aber auf dem schnellsten Weg wieder verlassen.

Vorerst gibt es drei Teststationen in Frankfurt (Oder), an der Bundesautobahn 12 und in Guben. Die werden am 22. März ab 7 Uhr ihren Betrieb aufnehmen. Es gilt zudem eine 10tägige Quarantänepflicht, die frühestens am fünften Tag mit einer weiteren negativen Testung beendet werden kann.

Umfangreiche Infos hier:

https://www.brandenburg.de/cms/detail.php/detail.php…

https://mik.brandenburg.de/mik/de/start/service/presse/pressemitteilungen/detail/~22-03-2021-einreise-von-berufspendlern-von-polen-nach-brandenburg

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Keine andere Berufskrankheit kommt in der Bauwirtschaft häufiger vor als der weiße Hautkrebs. Die BG BAU hat nun Azubis befragt, was sie über die Gefahren durch UV-Strahlung wissen und wie sie sich schützen. Ergebnis: Die meisten Azubis kennen zwar die Gefahr, handeln aber offenbar nicht. Was Arbeitgeber dagegen tun können und müssen. Weiterlesen…